Sprechzimmer: TEXTOR (Kinderzimmer Productions) & LZRSKLL

TEXTOR-by-Gerald-von-Foris

Es heißt „SPRECHZIMMER – WORTGEFECHT DIE FÜNFTE – OPEN-AIR“ mit Textor (Kinderzimmer Productions) & Support LZRSKLL präsentiert von Music Art Urban Life – Booking.

Diesmal haben haben wir ein Alte-Schule-Deutschraplegende ans Land gezogen: Textor, der MC der legendären Ulmer Uns-sind-Rapkonventionen-egal-und-wir-machen-eh-unser-Ding-Crew KINDERZIMMER PRODUCTIONS kommt für eine seiner sehr selten gewordenen Rapshow im schönen Ambiente vom Vier Linden vorbei. YEAH! Darauf freuen wir uns schon sehr!

Textor war schon immer mehr als das, vor allem musikalisch hat er stets weiter gedacht. Das beweist er jetzt auf „Schwarz Gold Blau“, einer ungewöhnlichen Platte von ungewöhnlichen Musikern über einen ungewöhnlichen Protagonisten.

„..Diesmal wollte ich mir ruhig anschauen was mir beigebracht wurde, also auch sehen was ist und nicht nur das, was sein sollte. Wollte mich dem Eckigen, Kühlen, Verkopften, Sechnsuchtsvollen und Wehmütigen trotz allem nähern, anerkennen was ich mir nicht aussuchen konnte und respektieren, wofür ich mich entschieden hatte. Ich wollte sortieren was bleiben darf und was gehen muss.“ 

Er erzählt, nein, singt und rappt auf „Schwarz Gold Blau“ um nichts weniger als ein Leben, eine Reise und ein Land zu erschaffen. Genauer gesagt Westdeutschland, mit dem Gefühl, dass Helmut Kohl einem auf der Brust sitzt und Dieter Thomas Heck dieses bizarre Erlebnis moderiert, mit Trio und Kraftwerk im Ohr, die Kompositionen von Werner Heymann und Mischa Spoliansky spielen, während man in seinem Poesiealbum die Einträge von Marlene Dietrich und Hildegard Knef anstaunt.

Alles, was einem lieb oder verhasst oder beides ist, erkennt man im korrekten Moment wieder: In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine, Was hat Dich bloß so ruiniert, Helter Skelter, Kreuzberger Nächte, Der wilde wilde Westen der gleich hinter Hamburg anfängt, und zwar genau im Wagen vor mir. Rata rata ratatatata.

Support LZRSKLL

Laserskull. Das schreibt man LZRSKLL. Nachdem das geklärt ist, zu den Inhalten:
Drei weibische Heinis (leicht teigig) machen Rapkrempel. Bashkim, Chnucki Erdbeer und Mausiboi haben dabei gar keine kredibilen Hiphop-Lebensläufe (Punkrock, Punkrock, unter der Dusche singen) und schreien folglich nach Spinnerkloppe.

Erfreulicherweise gibt’s stattdessen meist nur ein Schulterklopfen, verbunden mit der Aussage „Schön, dass sich im Rap mal jemand was anderes traut!“. Was damit gemeint ist verstehen LZRSKLL allerdings nicht, versuchen sie doch einfach nur genauso cool zu sein wie die ganz großen des Genres. Sie sind aber froh nicht Gebrauch von ihren Kampfkünsten machen zu müssen. „Nur zur Verteidigung!“ hatte ihr Judo-Lehrer damals gesagt. „Sonst ist der Gürtel futsch!“

Also stellen sie sich weiter auf die Bühnen der Städte und des Internets, ulken beschwipst herum und geben sich milde frivol.

  • Donnerstag, 14.07.2016
  • Ab 19.00 Uhr öffnen wir die Pforten und um 20.30 Uhr werden die Mikros in die Hand genommen
  • Eintritt: 7 € VVK + Gebühren / 9 € AK
    Ticketshop: 
    https://ticketing.ticketpay.de/L5NKF70N

Links:
www.textor-musik.de/
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